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Probleme Der Mehrebenenanalyse

PUBLISHER Vieweg+teubner Verlag (05/01/1972)
PRODUCT TYPE Paperback (Paperback)

Description
Mehrebenenanalyse ist als Versuch anzusehen, mit den Mitteln der Sozialforschung Aussagen ber gesamtgesellschaftliche Ph nomene empirisch zu kontrollieren. In sehr vereinfachender Weise k nnte man die Entwicklung der neueren Soziologie durch das Auseinanderfallen von Mik- und Makrosoziologie charakterisieren. So war die nordameri- kanische Soziologie mit ihrer starken Betonung der Techniken der Umfrageforschung lange Zeit ausgesprochen mikrosoziolo- gisch ausgerichtet und ist es teilweise immer noch. For- schungsobjekte sind das einzelne Individuum oder kleinere soziale Einheiten wie z. B. Familien, Arbeitsgruppen oder Or- ganisationen. Gesamtgesellschaftliche Ph nomene bleiben im Hintergrund und werden nicht explizit Gegenstand von Analysen. Demgegen ber zeichnete sich die traditionelle europ ische Soziologie durch Besch ftigung mit makrosoziologischen Fra- gestellungen, insbesondere langfristigen historischen Ent- wicklungsprozessen aus, allerdings h ufig unter Vernachl s- sigung der Konstruktion von intersubjektiv g ltigen For- schungstecz iken. Seit Mitte der 50er Jahre hat nun eine Entwicklung einge- setzt, die die Beziehungslosigkeit von Makro- und Mikroso- ziologie berwinden k nnte. Einerseits wird die Verwendung von Daten der Umfrageforschung bei der Behandlung von Pro- blemen sozialer Strukturen in zunehmender Weise kritisiert und immer mehr der Charakter einer darauf basierenden Mikro- soziologie als "Aggregatpsychologie" (J. S. Coleman 1964) eingesehen. Andererseits breitet sich die Einsicht aus, da auch Makrosoziologie, wenn sie ihre spekulative Unverbind- lichkeit abstreifen m chte, auf die Methoden der empiri- schen Sozialforschung nicht verzichten kann. Erste Resul- tate dieser Bem hungen liegen in den Arbeiten zur Mehrebenen- 6 analyse vor; f r letztere gilt; was f r eines ihrer Teilge- biete gesagt wurde: sie ist "The Merger of American and Eu- ropean Traditions of Sociological Research"(E. Allardt 1968).
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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783519000396
ISBN-10: 3519000393
Binding: Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language: German
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Page Count: 160
Carton Quantity: 46
Product Dimensions: 5.00 x 0.35 x 8.00 inches
Weight: 0.37 pound(s)
Feature Codes: Bibliography, Illustrated
Country of Origin: US
Subject Information
BISAC Categories
Technology & Engineering | Engineering (General)
Dewey Decimal: 620
Library of Congress Control Number: 73308439
Descriptions, Reviews, Etc.
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Aus dem Inhalt: Die Analyse sozialer Relationen / Kontextanalyse / kologische Analyse / Analyse sozialer Netzwerke / Zusammenhnge zwischen Individualdaten und Kollektivdaten / Mehrebenenanalyse und lineare Kausalstrukturen / Versuche der Erklrung von Kontexteffekten
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Mehrebenenanalyse ist als Versuch anzusehen, mit den Mitteln der Sozialforschung Aussagen ber gesamtgesellschaftliche Ph nomene empirisch zu kontrollieren. In sehr vereinfachender Weise k nnte man die Entwicklung der neueren Soziologie durch das Auseinanderfallen von Mik- und Makrosoziologie charakterisieren. So war die nordameri- kanische Soziologie mit ihrer starken Betonung der Techniken der Umfrageforschung lange Zeit ausgesprochen mikrosoziolo- gisch ausgerichtet und ist es teilweise immer noch. For- schungsobjekte sind das einzelne Individuum oder kleinere soziale Einheiten wie z. B. Familien, Arbeitsgruppen oder Or- ganisationen. Gesamtgesellschaftliche Ph nomene bleiben im Hintergrund und werden nicht explizit Gegenstand von Analysen. Demgegen ber zeichnete sich die traditionelle europ ische Soziologie durch Besch ftigung mit makrosoziologischen Fra- gestellungen, insbesondere langfristigen historischen Ent- wicklungsprozessen aus, allerdings h ufig unter Vernachl s- sigung der Konstruktion von intersubjektiv g ltigen For- schungstecz iken. Seit Mitte der 50er Jahre hat nun eine Entwicklung einge- setzt, die die Beziehungslosigkeit von Makro- und Mikroso- ziologie berwinden k nnte. Einerseits wird die Verwendung von Daten der Umfrageforschung bei der Behandlung von Pro- blemen sozialer Strukturen in zunehmender Weise kritisiert und immer mehr der Charakter einer darauf basierenden Mikro- soziologie als "Aggregatpsychologie" (J. S. Coleman 1964) eingesehen. Andererseits breitet sich die Einsicht aus, da auch Makrosoziologie, wenn sie ihre spekulative Unverbind- lichkeit abstreifen m chte, auf die Methoden der empiri- schen Sozialforschung nicht verzichten kann. Erste Resul- tate dieser Bem hungen liegen in den Arbeiten zur Mehrebenen- 6 analyse vor; f r letztere gilt; was f r eines ihrer Teilge- biete gesagt wurde: sie ist "The Merger of American and Eu- ropean Traditions of Sociological Research"(E. Allardt 1968).
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